Diskus-Import aus Penang
von Olaf Kuschmierz
Auf dem Rand der Box wird
Variante, Größe und Züchter vermerkt, so daß wiederum keine
Verwechslung vorkommen kann. Nach jeder Box wird wieder "desinfiziert"
und es wird darauf geachtet, daß kein Spritzwasser beim Auspacken in
die Nachbarbox gerät. Jede Box vor das vorher beschriftete Becken
gestellt und mittels eines Luftschlauches mit Beckenwasser aufgefüllt.
Dieser Vorgang dauert etwa 30 Minuten. Nachdem die Diskus so
angeglichen wurden, werden sie mit einem feinen Netz eingesetzt.
Anschließend wird das Licht in der Quarantänestation gelöscht, da die
Tiere durch den Streß des Transportes sehr scheu sind. Jeder Import
umfaßt ca. 800 - 1200 Diskus. Die Ausfälle sind sehr gering und liegen
unter 0,3 Promille. Mit dem Einsetzen der Diskus geben wir Isobakt dem
Wasser hinzu, um eine bakterielle Infektion der Schleimhäute, die durch
den Transport und des mehrfachen Netzkontaktes sehr gereizt sind, zu
verhindern. Nach 3 Tagen beginnen wir mit der eigentlichen
Quarantänekur. Da es stressbedingt nach dem Transport vereinzelt zu
weißem Kot (Parasitenbefall oder Wurmbefall) kommt, haben wir uns dazu
entschlossen, jeweils den ganzen Import prophylaktisch zu behandeln.
Dazu verwenden wir handelsübliche Medikamente. Nach dem Ende der Kur
werden die Tiere noch bis zum Rest der vierwöchigen Quarantäne
beobachtet. 
Meistens wirft der Amtsveterinär, der vom Flughafen eine
Meldung bekommen hat, daß Zierfische importiert wurden, noch "einen
Blick" auf die Tiere um sicherzustellen, daß die Zierfische optimal
versorgt werden und rechtlich einwandfrei quarantäniert wurden. In
Dortmund wird das Tierschutzgesetz sehr genau ausgelegt und eine
Quarantänestation gehört hier zum unbedingten Muß eines jeden
Importeurs.
Erst nach Ablauf der vierwöchigen Quarantäne kommen die
Tiere in die Verkaufsanlage.
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