Diskus-Import aus Penang
von Olaf Kuschmierz


Nach dem Einsetzen der Diskus werden die Transportbeutel zu 3/4 mit reinem Sauerstoff gefüllt und verschlossen. Bevor die Box geschlossen wird, wird protokolliert, welche Diskusvariante in welcher Größe und von welchem Züchter sich in der Box befindet und (jahreszeitlich bedingt) ein "Heat-Pack" (Heizbeutel, der mit Sauerstoff aktiviert wird), hinzugefügt. Alle Boxen werden durchnummeriert und nach dem kompletten Packvorgang wird dieses Protokoll mir umgehend durchgefaxt. 

Von diesem Zeitpunkt an beginnt meine Arbeit hier in Deutschland. Die Aquarien die genau 1 Woche vorher mit frischem Leitungswasser gefüllt wurden (µS 400, pH 7,0) werden nun anhand der Liste beschriftet. So kommt es nach dem Eintreffen der Fische zu keinen Verwechslungen. Nachdem alle Becken beschriftet worden sind, beginnt das Warten auf die "Papiere". Dieses ist im Mutterland der Bürokratie einer der wichtigsten Punkte für den reibungslosen Ablauf am Flughafen. 

Als Anmerkung sei gesagt, daß dies keine Anleitung zum Selbstimport ist und sich jeder, der selbst einmal importieren möchte, sich erst an seine zuständige Behörde wenden und sich die erforderlichen Genehmigungen und Vordrucke besorgen sollte.

Nach Eintreffen des Frachtbriefes, der Packliste, und der Transporterklärung (beinhaltet: Zeitpunkt des Einpackens der Tiere), des Gesundheitszeugnisses sowie des Versorgunsplanes für Zierfische (beinhaltet: die verabreichten Betäubungsmittel, Wirkstoff, Dosierung, Verabreichungszeitraum sowie spezielles Wasser, Gasgemisch, Temperatur), füllen wir die "Voranmeldung für Tiere" aus und faxen sie dem Veterinär am Flughafen zu, damit die Diskus auch beim Eintreffen in Deutschland schnellstmöglich abgefertigt werden. Diese Papiere müssen im übrigen noch einmal im Original dem Frachtbrief beigefügt sein. In Penang werden die Tiere zwischenzeitlich zum nahegelegenen Flughafen gebracht und verladen. 

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